Dies ist der 1. Block vom Jahrestraining,
der auch einzeln buchbar ist.

 
 

                                         

Leitung: Malte Schlösser (& Assistenz)                                 

Termin:  19.- 22. April 2019

Zeit: Freitag, 15h - Montag, 15h

Kosten bei verbindlicher Anmeldung:

bis zwei Monate vorher 290 € /

ab zwei Monate vorher 310

--> plus Kosten für ÜN/VP, siehe hier unter:

Ort: Seminarhaus Landhaus Gottsdorf (am See)


Unser Selbstwert in der Nähe von anderen kann Quelle sehr großer Freude und Lebendigkeit sein, bei dem wir aber auch mit unseren Wunden und unserer Verletzlichkeit konfrontiert werden. In dem Versuch Schmerzen oder Konflikte zu vermeiden, die durch Nähe entstehen, wird aber die Liebe meist flau. Nähe und Wahrhaftigkeit (z.B. Grenzen setzen) sind eng miteinander verbunden, weil wir nur nah lieben können, wenn wir unseren Grenzen und Wahrheiten lebendig Platz einräumen.


Den eigenen Grenzen und Bedürfnissen zu vertrauen und zugleich im Vertrauen nah verbunden zu sein, dieser Spur wollen wir auf dem 1.Block des Jahrestrainings folgen: wie können wir unseren Bedürfnissen und Begrenzungen treu bleiben und gleichzeitig im nährenden Kontakt sein, ohne uns hart oder zu-machen zu müssen. Denn manchmal ist Ehrlichkeit verletzend: spreche ich die Wahrheit aus, beruhige ich möglicherweise nur mein Gewissen und verletze meine Umgebung, das kann sehr herzlos sein. Die Wahrheit nicht zu äußern, kann andererseits auch verletzend für mich sein, weil ich mich verleugne und verbiege.


Wahrheiten zu sagen, bedeutet weniger anderen die eigene Meinung um die Ohren zu hauen, sich abzureagieren und sie im Machtspielchen einzusetzen. Viel eher macht das Äußern von Wahrheiten verletzlich. Verletzlichkeit ist ein wertvolles Kriterium, dass wir uns mit unseren Wahrheiten öffnen und zeigen und sie nicht als Waffe benutzen und uns verschließen. In der Verletzlichkeit kommunizieren wir auch die kluge Einsicht, dass Wahrheit vielschichtig und subjektiv ist.



Verletzbarkeit ist einer unserer wertvollsten Diamanten und für unser Menschsein einzigartig. Es bedeutet, dass wir berührbar, beeinflussbar und beeindruckbar sind. Verletzbarkeit zulassen bedeutet letztlich, das Risiko eingehen, ganz an der Lebendigkeit des Lebens teilzuhaben.

Worst Case ist dabei immer der Schmerz. Es wäre naiv zu meinen, dass es Erlösung nur als Befreiung von Schmerzen gibt. Es gilt gleichermaßen umgekehrt: Der Schmerz erlöst von der Erlösung. Joseph Beuys hat es so formuliert: „Der Schmerz hält mich wach.“


Diese und natürlich deine Fragen und Themen haben im Seminar Platz, mach mit, bring dich ein, du bist herzlich willkommen!




Artikel von Malte zu „Nähe üben“im Magazin SEIN hier.












 

Lebendig, wahrhaftig und verletzlich sein - SELBSTWERT